Das Streben nach nachhaltigen Verpackungen

Wir leben in einer Zeit, in der Nachhaltigkeit in jeder Phase der Lieferkette so wichtig ist wie nie zuvor. Die Verbraucher von heute verlangen zunehmend Produkte, die die Umwelt weniger belasten, wozu auch umweltfreundliche Verpackungen gehören. In der Spielzeugindustrie hat dies große Hersteller wie Hasbro, Mattel, Lego und MGA Entertainment dazu veranlasst, sich zu verpflichten, ihre Verpackungen zu reduzieren und auf recycelte oder umweltfreundliche Materialien umzusteigen.

Das gleiche Muster ist auch in anderen Branchen zu beobachten, z. B. in der Möbelindustrie. Der schwedische Riese IKEA hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 die meisten seiner Produkte nicht mehr in Plastik zu verpacken. Auch Akteure wie Amazon haben sich der Bewegung angeschlossen. Mit seinem "Frustration-Free Packaging" hilft es Marken, weniger Abfall als herkömmliche Verpackungen zu produzieren, indem sie ihre Verpackungen neu gestalten, Abfall in der gesamten Lieferkette vermeiden und dafür sorgen, dass die Produkte unbeschädigt bei den Kunden ankommen.

Ziel dieser Initiativen ist es, die schädlichen Auswirkungen von Kunststoffverpackungen auf die Umwelt zu bekämpfen und alternative Lösungen mit geringeren Auswirkungen zu finden.

Das Problem mit Plastik

Jedes Jahr landen rund acht Millionen Tonnen Plastikmüll in den Weltmeeren. Forbes hat berichtet, dass sich Plastikmüll in den Eingeweiden von mehr als 90% der Seevögel der Welt und in den Mägen von mehr als der Hälfte der Meeresschildkröten befindet und zum Tod von Walen beiträgt. Es wird vorhergesagt, dass bis 2050 die Masse des Plastiks in den Weltmeeren die Masse aller dort lebenden Fische übersteigen wird. Plastikverpackungen kann es Tausende von Jahren dauern, bis sie sich zersetzen in der Umwelt und verbrauchen zudem viel Energie, Wasser und andere natürliche Ressourcen bei der Herstellung.

Diese ernüchternden Zahlen haben viele Verbraucher zutiefst besorgt darüber gemacht, dass Plastikverpackungen ihren Weg in die Umwelt finden, und umweltbewusste Verbraucher werden sich für Marken entscheiden, die sich um diese Auswirkungen bemühen, und nicht für solche, die dies nicht tun.

Die Rolle der Gesetzgebung

Neben dem Druck von Verbrauchern und Nichtregierungsorganisationen werden zahlreiche Gesetze und Vorschriften erlassen, um eine Lösung für das Plastikproblem zu finden.

Viele Regierungen haben Systeme formuliert, die eine Kreislaufwirtschaft unterstützen und die nationale Abfallmenge reduzieren. Das Ausmaß dieser Anforderungen variiert von Land zu Land, aber insgesamt gesehen gibt es immer mehr Vorschriften, die darauf abzielen, die Verwendung von Verpackungen zu reduzieren und nachhaltigere Verpackungsmaterialien zu fördern.

In Europa legt die Abfallrahmenrichtlinie Maßnahmen für den Umgang mit Abfällen fest, während die Richtlinie über Verpackungen und Verpackungsabfälle darauf abzielt, die Bewirtschaftung von Verpackungsabfällen zu harmonisieren und die Auswirkungen von Verpackungen und Verpackungsabfällen zu vermeiden oder zu verringern, unter anderem durch die Festlegung von Verwertungs- und Recyclingzielen.

Darüber hinaus gibt es länderspezifische Regelungen, wie zum Beispiel die UK's plastic packaging tax die am 1. April 2022 in Kraft getreten ist. Die britische Kunststoffverpackungssteuer (PPT) betrifft Unternehmen, die Kunststoffverpackungen herstellen oder importieren, einschließlich Verpackungen, die bereits Waren enthalten (wie Plastikflaschen mit Getränken). Ziel der Steuer ist es, die Verwendung von recyceltem anstelle von neuem Kunststoff in Verpackungen zu fördern (sofern dies zulässig ist) und das Recycling und die Sammlung von Kunststoffabfällen zu verbessern. Mehr darüber erfahren Sie hier.

Im März 2020 verabschiedete Frankreich das Gesetz Nr. 2020-105 über eine Kreislaufwirtschaft und die Bekämpfung von Abfällen. Dieses Gesetz zielt darauf ab, Abfall zu minimieren und die Wiederverwendung von Ressourcen so weit wie möglich zu fördern. Das Wirtschaftsmodell zielt auf einen geringen Verbrauch nicht erneuerbarer Ressourcen, die Wiederverwendung von Abfällen als Ressource, Produkte mit längerer Nutzungsdauer, das Recycling von 100% Kunststoffen und weniger Verschwendung ab. Das Gesetz setzt auch das Ziel, bis 2025 100% Kunststoffe zu recyceln und bis 2040 auf Einwegverpackungen zu verzichten.

In den USA gibt es ebenfalls Initiativen zur Verringerung des Kunststoffverbrauchs und der Kunststoffverpackungen, wie z. B. die kalifornischen Gesetze über Kunststoffabfälle und Kennzeichnung. Darin werden mehrere Gesetze vorgeschlagen, die die Kennzeichnung weniger irreführend machen und die Verantwortung der Verpackungshersteller für die Entwicklung von Alternativen zu nicht wiederverwertbaren Einwegkunststoffen verdeutlichen.

Die Verpackungslandschaft ist komplex, und es gibt eine wachsende Zahl von Vorschriften und Normen zu beachten, die gemeinsam auf eine nachhaltigere Zukunft abzielen. Mit einer angemessenen Anleitung und einer klaren Sichtbarkeit der Ziele und Anforderungen können sich Marken darauf vorbereiten, ihre Prozesse entsprechend anzupassen und einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.

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